Nürnberg bezwingt Stahnsdorfer One-Man-Show Drucken

Auch ohne Claudio Ceccotti und den angeschlagenen Dennis Ogbe setzten sich die Nürnberger Korbjäger am Freitag gegen die RSV Eintracht aus Stahnsdorf durch. Mit einer starken Team-Leistung bezwangen Chavis und Co. die One-Man-Show um Liga-Top-Scorer Jackson Capel verdient mit 95:87.

Die 480 Zuschauer im BBZ sahen zunächst einen besseren Start der Gäste. Shooting Guard Capel ließ bereits in den ersten Offensivaktionen erahnen, worum es an diesem Abend hauptsächlich gehen sollte: Treffen aus allen Lagen, bevorzugt von hinter der Dreipunktelinie. Allein in den ersten beiden Vierteln gelangen Capel 14 Punkte, am Ende verzeichnete der US-Boy sogar unglaubliche 40 Punkte und bei einer herausragenden Quote von 71.4% von der 3-Punktlinie (10 Treffer bei 14 Versuchen).

Von diesem Offensiv-Feuerwerk des Eintracht-Scharfschützen ließen sich die Gastgeber aber nicht abschrecken. Allen voran Robinson Louisme, der für den verletzten Ceccotti in die Starting Five rückte, sorgte für wichtige Aktionen. 13 Rebounds und 27 Punkte war seine beeindruckende Bilanz und sein wichtiger Beitrag zur Halbzeitführung des NBC (43:38).

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Capel mit dem – meist erfolgreichen – Abschluss aus allen Lagen und die Gastgeber mit konzentriertem Teamwork. Sebastian Schröder (10), Will Chavis (29), Martin Ides (10) und Juan Reile mit 11 Punkten fanden immer wieder die richtige Antwort auf die Stahnsdorfer One-Man-Show und wurden zudem des Öfteren klug von Bastian Doreth in Szene gesetzt (11 Assists). Capel erhielt über die gesamte Partie zu wenig Unterstützung. Auch Sajmen Hauer konnte bei seinem „Heimspiel“ nicht überzeugen. Zwar standen für ihn zehn Punkte zu Buche, doch traf er im Gegensatz zu seinem Mitspieler Capel wenige Würfe (darunter 0 von 8 aus der Distanz).  Nervenstärke, Teamwork und sichere Würfe von Will Chavis sicherten den Nürnberger Korbjägern im starken Schlussviertel einen verdienten 95:87-Erfolg.

„Wir hatten heute wieder zwei gute und zwei weniger gute Viertel. Wir müssen weiter an der Konstanz arbeiten, aber ich bin zufrieden, dass wir am Ende doch sehr souverän gewonnen haben. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und unser Spiel durchgezogen. In einer Woche haben wir das nächste Heimspiel gegen Leverkusen. Darin legen wir nun unsere volle Konzentration“, so Headcoach Derrick Taylor nach dem Spiel.